Wilfried Bohnen als stellv. Bezirks-Bundesmeister verabschiedet

Wilfried Bohnen als stellv. Bezirks-Bundesmeister verabschiedet

01.12.13 - Die Jahresabschlußmesse des Bezirks-Bundes Niederkrüchten fand - zelebriert von Pfr. Alexander Schweikert - in der St. Bartholomäus-Kirche in Niederkrüchten statt. Bis auf den letzten Platz gefüllt mit Schützenkönigen und ihren Ministern, Offizieren, Fahnenabordnungen und Vorstandsmitgliedern bot der Kircheninnenraum ein farbenfrohes Bild. Das war dann auch der würdevolle Rahmen für die Verabschiedung eines langjährigen “Schützen-Arbeitstieres” wie ihn hochschätzend ein Vorstandsmitglied nannte.

Wilfried Bohnen, letztes noch aktives Gründungsmitglied des 1979 neu gegründeten Bezirksvorstandes, möchte auf eigenen Wunsch hin kürzer treten. Ob seiner Verdienste wurde ihm vom Bezirks-Bundesmeister Stefan Terhag die Würde eines “Ehren-Mitgliedes” im Bezirk verliehen - mit Aushändigung der entsprechenden Urkunde. Gleichzeitig stellte Stefan Terhag den versammelten Schützen den neuen stellv. Bezirks-Bundesmeister, Rudolf “Rudi” Deilen von der St. Hubertus-Bruderschaft Heyen, vor.

In seinen Dankesworten faßte Wilfried noch einmal die 35 Jahre seines Wirkens für und im Vorstand zusammen, erwähnte viele Aktivitäten, Feiern und die Jugendarbeit. Er erinnerte auch an einige Europa-Schützenfeste, an denen er für die Bruderschaften teilnahm. Von den 35 Bezirksschützenfesten seiner Ägide habe er wohl keines verpaßt. Ein besonderer Dank galt seiner Lebensgefährtin Anne.

Zukunft des Schießsports Eine Herzensangelegenheit brannte ihm besonders auf der Seele: Die ungewisse Zukunft des Schießsports in Niederkrüchten. Bekanntlich steht das Schießsportheim an Felderhausen nur noch kurze Zeit zur Verfügung. “Enttäuscht bin ich über die mangelnde Hilfsbereitschaft von Rat und Verwaltung unserer Gemeinde. Seit Mai 2009 ist man dort über unsere Problematik informiert. Bis heute konnte oder wollte man uns nicht helfen.”

Viel schlimmer noch fand er den Vergleich der Sportschützen mit den Ereignissen in Winnenden und Erfurt. “Wir sind keine Waffennarren, wir haben keine großkalibrigen Waffen sondern versuchen aus 10 Metern mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole auf einer Pappscheibe möglichst die Mitte zu treffen, was uns auch oft gelingt.”

Er appellierte nochmals an alle Anwesenden, insbesondere jedoch die Entscheidungsträger unserer Gemeinde: “Wir heben den kleinsten Strohhalm auf, damit wir weiter bestehen können!”

Termin: 
9. Dezember 2013 - 18:16